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Zeckenstich – Karlsruher Apotheker beraten

Die Zeckensaison hat wieder begonnen. Die häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind in Deutschland die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose.

Gegen die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, eine Hirnhautentzündung, ist eine Schutzimpfung möglich, die für alle Menschen empfehlenswert ist, wenn sie sich häufig auf Wiesen oder im Wald aufhalten.

Gegen Borrelien, die Erreger der Lyme-Borreliose, ist leider kein Impfschutz verfügbar. In Süddeutschland kann jede fünften Zecke Borrelien übertragen, die im Körper der Opfer schwerste Schädigungen bis zu Todesfällen verursachen können. Jedes Jahr treten in Deutschland etwa 100.000 Neuerkrankungen auf. Eine frühzeitige Therapie mit Antibiotika kann den Ausbruch der Krankheit verhindern. Anzeichen für eine Infektion, die einen Arztbesuch notwendig machen, sind ein roter Hof um die Bissstelle oder grippeähnliche Symptome, jedoch treten diese Symptome nicht bei jeder Infektion auf. Ist die Zecke noch verfügbar, kann man mit einem Labortest klären, ob sie Borrelien enthält und gegebenenfalls rechtzeitig eine Therapie beginnen. Eine Blutuntersuchung beim Patienten direkt nach dem Stich ist wenig aussagekräftig, da erst nach 4-6 Wochen die Antikörper gegen Borrelien nachgewiesen werden können.

Die GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. bietet in Zusammenarbeit mit einem medizinisch-diagnostischem Speziallabor einen solchen Zeckentest auf Borrelien an. In der Apotheke abgegebene Zecken werden in kürzester Zeit vom Labor auf Borrelien getestet, das Ergebnis wird dann umgehend von der Apotheke telefonisch und schriftlich übermittelt.

In den teilnehmenden Apotheken, die man an unter www.apo-ka.de findet und an dem Logo der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. erkennt, kann man auch hervorragend geeignete Zeckenpinzetten zum sicheren Entfernen dieser Tiere erwerben.
Die Karlsruher Apotheker empfehlen, sich in Zeckengebieten grundsätzlich mit langen Hosen und Strümpfen aufzuhalten und vorbeugend spezielle zeckenabwehrende Sprays oder Lotionen aufzutragen. Zum Thema „Gefahren durch Zecken“ sind in den teilnehmenden Apotheken Informationsmaterial und eine fundierte Beratung erhältlich.

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