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Traurigkeit nach dem Sex

Statistisch gesehen ist die Hälfte aller Frauen betroffen. Jede 2. Frau hat nach dem Sex schon eine grundlose Traurigkeit erlebt. Wissenschaftler sind sich bisher noch nicht sicher, welche Hintergründe dieses Phänomen hat.

Es geht hier nicht um die Qualität des Geschlechtsaktes, sondern um eine schier unerklärliche negative Stimmung und Traurigkeit ohne erkennbare Gründe, die in den Stunden danach die Frauen heimsucht. Manchmal drückt es sich auch in Jähzorn oder Aggressionen aus. Für viele Frauen ist das sehr belastend und hat oft auch einen negativen Einfluss auf die Beziehungen der Betroffenen.

Psychologen zählen diese Phänomene zu den weiblichen Sexualfunktionsstörungen. Australische Psychologen vermuten den Grund in einer mangelnden Abgrenzung des eigenen Ichs, sowie des sich bewusst werden eines Kontrollverlustes während des Aktes.

Neuere Untersuchungen sollen nun Klarheit bringen, wie viele Frauen regelmäßig davon betroffen sind. Wie schon anfangs berichtet hat jede 2. Frau dies schon einmal erlebt. Ca. 10% scheinen aber regelmäßig betroffen zu sein, das heißt ein Erlebnis mit negativen Gefühlen im Monat. Bei ungefähr 2% kommt es bei jedem Akt zu depressiven Gefühlen.

Außerdem wurde erforscht, dass Alter oder Art der Beziehung keine Rolle spielen. Erste Anhaltspunkte zum gehäuften Auftreten des Phänomens gibt es aber doch. Haben die Frauen sehr negative sexuelle Erlebnisse in Kindheit oder Pubertät gehabt, sind sie mehr als doppelt so oft von einer sexuellen Funktionsstörung dieser Art betroffen.

Auf alle Fälle bedarf es weiterer Forschung auf diesem Gebiet. Die Forscher wollen noch mehr über die Ursachen des “postkoitalen Blues” herausfinden. Deshalb sind weitere Studien geplant.

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