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Migräne - den Kopfschmerz austricksen

Zunächst einmal gilt es zu differenzieren: Migräne und Kopfschmerz haben es zwar auf denselben Körperteil abgesehen, äußern sich aber unterschiedlich; während Migräne mehr pocht, pulsiert oder hämmert, fühlen sich so genannte Spannungskopfschmerzen eher dumpf, drückend oder ziehend an. Auch belästigen uns Migräne und Kopfschmerz unterschiedlich lang und stark. Eine Migräne quält uns maximal 72 Stunden, kann mit Lichtempfindlichkeit, sogar mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen; Spannungskopfschmerz dagegen verzieht sich mit etwas Glück schon nach 30 Minuten wieder - oder leistet uns im ungünstigen Fall eine ganze Woche lang Gesellschaft. 
 
Über 170 verschiedene Spielarten kennt der Kopfschmerz, es gibt zum Beispiel stressbedingten, durch eine Erkältung/Nasennebenhöhlenentzündung oder durch Wetterfühligkeit verursachten … Migräne, neuralgische und Spannungs-Kopfschmerzen sind die „beliebtesten“.

Rückenschmerzen führen zwar die Schmerz-Hitliste an, doch der Kopfschmerz ist ihnen dicht auf den Fersen; 60 bis 70 Prozent der Deutschen sind hin und wieder betroffen, vier bis fünf Prozent müssen sich täglich mit Kopfschmerzen plagen. 

Wenn der Schädel brummt
 
Oben hatten wir bereits jene Kopfschmerzen erwähnt, die auf einer Erkältung fußen; auch solche beispielsweise, die uns infolge einer Zahnfehlstellung oder nach feucht-fröhlicher Gestaltung des Vorabends heimsuchen, werden als sekundär bezeichnet, da sie im Schlepptau anderer gesundheitlicher Einschränkungen/Beschwerden daherkommen. Ist diese Ursache erkannt und beseitigt/überstanden, verschwinden auch die Kopfschmerzen. Deutlich in der Überzahl jedoch sind primäre Kopfschmerzen (bei etwa 90 Prozent der Betroffenen), hier ist der Kopfschmerz an sich das Problem. 

Ein Kopfschmerz-Tagebuch erleichtert die genaue Diagnose und hilft auch, auslösenden Faktoren auf die Spur zu kommen (um diesen, wenn möglich, aus dem Weg gehen zu können). Geduld und Toleranz sind bezogen auf Kopfschmerzen weniger zu empfehlen. Besser ist es, für Linderung zu sorgen, bevor der Schmerz sich einnistet, stärker wird und sich dadurch schwerer aus unserem Kopf vertreiben lässt.

Kopfschmerz lass‘ nach
  • Salzige Brühe oder ein Glas Orangensaft mit Salz haben sich bei Kater-Kopfweh bewährt; Vitamin C und das Salz plus viel Flüssigkeit wirken ausgleichend.
  • Bohnenkaffee, stark und ohne Zucker, mit dem Saft einer Zitrone, hilft bei vielen Arten von Kopfweh.
  • Die Unterarme in eiskaltem Wasser zu baden, kann zu einer Unterbrechung des Schmerzes führen und ihn stoppen.
  • Schläfen und Stirn mit Melissengeist, Franzbranntwein oder Eukalyptusöl einzureiben (Achtung: Nichts in die Augen bringen und die Hände im Anschluss waschen) kann Linderung verschaffen, ebenso kühlende Stirn- oder Nackenkompressen.
  • Wichtig ist grundsätzlich, für Entspannung zu sorgen, die Augen nicht anzustrengen (kein Fernseh-, Lese- oder Computer-Stress).
  • Sich in einem abgedunkelten Zimmer auszuruhen, ist ebenfalls empfehlenswert.
  • Eine Nackenmassage kann sehr gut tun - selbst massieren und massieren lassen.
Tritt Kopfweh hin und wieder auf, wenden Sie doch einen oder mehrere dieser Tipps an, vielleicht ist das Problem damit schnell gelöst - andernfalls helfen wir Ihnen gern, das richtige Mittel zu finden. Sollten Sie allerdings regelmäßig/häufig von Kopfschmerzen betroffen sein, sollten Ursache und Therapie mit dem behandelnden Arzt geklärt werden.

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